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Buchbesprechungen: FACHWISSENSCHAFT (Neuerscheinungen)

Stand: 30.06.2018

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KULTURWISSENSCHAFTEN

  • Empfehlungen von Prof. Dr. Waltraud Rusch

FACHWISSENSCHAFT: Rezensionen 2018

... nach dem ABC (Autor) angeordnet.

  • Jackson, Paul: Muster im Rapport. Die Grundlagen für Design, Mode und Architektur.
    2018, 160 Seiten, 39,90 €
    ISBN 978-3-258-60182-3
    Haupt Verlag: Bern.

     

  • Paul Jackson ist bekannt für seine Papierkunst. Über 30 Bücher über Origami und Papierkunst hat er bereits verfasst und in zahlreichen Hochschulen Kunst und Design gelehrt. Das vorliegende Buch will eine Antwort darauf geben, wie man Wieder- holungsmuster entwirft, die uns im Alltag im Dessin von Stoffen und Tapeten als auch in der Tasten- anordnung von Computer begegnen. Eine Regel hierfür ist die Symmetrie in der Drehung, Parallel- verschiebung, Achsenspiegelung und Gleitspiegelung. Die unendliche Kombination dieser vier Möglichkeiten ergeben unendliche Möglichkeiten der Ornamentik. Wir erinnern uns an unseren Mathematik- unterricht wo wir in die ersten Bereiche der Gestaltung eingeführt wurden.

    Paul Jackson lässt in diesem Buch aber die Mathematik beiseite und erklärt Schritt für Schritt, wie die Wiederholungsmuster und Rapporte ent- stehen. Einzelelemente, Motive und Metamotive können zu einer symmetrischen Abbildung werden. Paul Jackson führt in die vier elementaren Symmetrieoperationen ein, geht zu den linearen Symmetrien und anschließend zu den Plansymmetrien über. Vollendung der Wiederholungsmuster finden wir in den Parkettierungen (z.B. Escher-Parkettierungen).

  • Alle Möglichkeiten werden in Wort und Bild erklärt und sind bei entsprechender Einarbeitung nachvollziehbar. Zum schnellen Über- blick finden wir ein Verzeichnis der Symmetrieoperationen. Ein anschließendes Glossar erklärt und definiert Fachbegriffe.

    Dieses Buch ist für alle, die Wieder- holungsmuster auf Papier oder Stoff kreieren wollen, eine Hilfe.

    Sehr zu empfehlen für Studierende, die sich gestalterischen Berufen widmen.

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  • Schmuck, Beate (Hrsg.): Oneway Runway. Paper Dresses zwischen Marketing und Mode.
    2018, 344 Seiten, 49,90 €
    ISBN 978-3-8309-3808-8
    Waxmann: Münster, New York.

     

  • Grundlage für diese opulente Veröffentlichung ist ein Seminar für Kulturanthropologie des Textilen an der TU Dortmund mit der Aufgabenstellung, eine Sammlung von amerikanischen Paper Dresses, deutschen Papier- bzw. Vliesstoffkleidern, Papieraccessoires, Zeitschriften u.m. aufzubauen.

    Die einzelnen Kapitel zeigen die Bedeutung dieses Modephänomens auf: Paper Dresses zwischen Marketing und Mode, Paper Dresses: (K)eine zufällige Mode, Paper Dresses als Modeprodukte, Die Werbung der Paper Dresses, Uniformität der Paper Dresses, Trans- atlantische Papiermoden, Paper Men – Männer in Papier?, Paper Dresses am Ende?, Wertgenerierung der Paper Dresses.

    Im Katalog (90 Seiten) finden sie zahlreiche Abbildungen in Farbe, welche die Ausführungen in den vorangegangenen Kapiteln anschaulich unterstützen.

    Die Forschungsorientierung wird in den einzelnen Beiträgen in ihrer Mehr- perspektivität manifest. Papier Dresses sind ursprünglich als Wegwerfmodelle konzipiert und wurden in den verschiedenen Zeiten als besonderes Modeangebot entdeckt. Die Produk- tions-, Distributions- und Konsum- prozesse werden aufgearbeitet.

  • Das Phänomen Paper Dresses ist vielschichtig. Jeder, der sich mit Mode und/oder Paper Dresses beschäftigt, dringt in diesem herausragend zu- sammengestellten Werk in die Welt der 1960er Jahre ein.

    Paper Dresses sind dem Verfall noch eher anheim gegeben als Textile Kleidung, so dass hier eine wertvolle Dokumentation eines Modephänomens gelungen ist.

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  • Wassermann, Sarah: Modegruppen und Textilzirkel in der DDR. Die Sammlung im MEK.
    2017109 Seiten, 14,95 €
    ISBN 978-3-86530-239-7
    Verlag der Kunst Dresden Ingwert Paulsen jr.: Husum

     

  • Die Veröffentlichung widmet sich dem „künstlerischem Volksschaffen“ in der DDR, das als staatlich organisierte, künstlerische Freizeitbetätigung in den DDR-spezifischen Zirkeln beheimatet war. Zirkelleiter und -leiterinnen unter- wiesen die Gemeinschaften in Kultur- häusern. Die Textilzirkel widmeten sich der künstlerischen Textilgestaltung, die der angewandten Kunst zugeordnet war.

    In dieser Veröffentlichung werden das Verständnis und die politische Ziel- setzung aufgezeichnet: Bewahrung und Pflege des traditionellen Kulturerbes, Auf- und Ausbau einer Nationalkultur, Förderung sinnvoller Freizeitgestaltung, ästhetische Erziehung, Persönichkeits- entwicklung und gesellschaftliche Wirk- samkeit.

    Die in den 1980er Jahren beliebten Modegruppen sollten vor allem junge Menschen motivieren. Sie arbeiteten stärker als die Textilzirkel, die eher das Erlernen textiler Kulturtechniken verfolgten, an einer öffentlichen In- szenierung.
    Entwürfe wurden umgesetzt, vorgeführt und moderiert. Dies blieb nicht nur den Frauen vorbehalten, auch Männer fanden dort ihren Ort. Es wurde Kleidung für Modeschauen gefertigt, jedoch nicht verkauft.

  • Viele der Quellen stammen aus der Dokumentation des Zirkels für künstlerische Textilgestaltung Potsdam (dieser Zirkel ist heute im Fachverband eine der aktivsten Landesgruppen), an der eine sehr intensive Arbeit die mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeich- nete Jutta Lademann ist.

    Sarah Wassermann stellt die Textilzirkel und Modegruppen vor und benennt auch die herausragenden Persönlichkeiten, die durch ihr Schaffen Exponate hinterlassen haben, die heute in der Sammlung des Museums Europäischer Kulturen einge- gangen ist.
    Ab Seite 56 werden nach Kategorien Accessoires, Modische Kleidung, Bild- textil, Haustextilien und Souvenirs ge- ordneten Sammlungsstücke (Auswahl) in Wort und Bild vorgestellt. Es sind ca. 180 Exponate, die in der DDR im Rahmen des „künstlerischen Kulturschaffens“ in Textilzirkeln und Modegruppen kreiert wurden.
    Die wissenschaftliche Auseinander- setzung mit den Objekten und der herausragenden Dokumentation verdient Aufmerksamkeit, da es ein Stück der deutschen textilen Kulturgeschichte dar- stellt.

    Die Lektüre gibt Anregungen und schärft den Blick für einen Aspekt der deutschen Geschichte, der sich im Museum Europäischer Kulturen befindet.

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Letzte Änderung: Mo, 06.08.2018