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Buchbesprechung: FACHDIDAKTIK & FACHMETHODIK (Neuerscheinungen)

Stand: 06.08.2018

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Homepage von Irene Wernli Muster
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Textilarbeit mit textrem!
lustig, farbig, überraschend

- weil Schülerinnen und Schüler gerne selbständig und erfolgreich lernen.

ALLE Mitglieder des Fachverbandes ...textil..e.V. erhalten bei einer Bestellung unter Angabe ihrer MITGLIEDSNUMMER einen RABATT von 10 %.

Die 36 Mappen (CD’s bzw. DVD’s) zu unterschiedlichen textilen Themenfeldern  (geeignet etwa ab 7. Schuljahr) sind eine Bereicherung für Lehrkräfte und Schule.

Aus der Buchbesprechung:

Didaktisch ist der Inhalt der DVD vielfältig einsetzbar. Lehrkräfte können aus der Sammlung von Material ihre Schwerpunkte wählen und methodisch gezielt einsetzen. Die Kompetenzorientierung ist dabei berücksichtigt. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Verbraucherbildung und Gesundheitsbildung und die kreativ-ästhetische Bildung sind beinhaltet...
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  • Bergmann, Roberta: Die Grundlagen des Gestaltens.
    2016. 39,90 €.
    288 Seiten.
    ISBN 978-3-258-60149-6.
    Haupt:Bern.

  • Dieses Buch nimmt man gerne in die Hand. Die äußere Gestaltung ist ein Blickfänger, nicht nur die Buchdeckel regen zum Hineinschauen an, sondern auch die wundervolle Gestaltung des Beschnitts mit abgerundeten Ecken machen neugierig. Öffnet man das Buch, sieht man die liebevolle Ge- staltung jeder einzelnen der 288 Seiten – eben ein Buch über Gestaltung, in dem das was drin ist, auch gezeigt und gelebt wird.
    Die mehrfach ausgezeichnete Grafikde- signerin lehrte und arbeitet u.a. als Illustratorin und Buch- gestalterin.
    In diesem sehr breit angelegten Werk werden die Gestaltungsgrundlagen zu- sammengefasst und mit 50 praktischen Übungen ergänzt. Im Anhang finden sich Weiterlesen-Tipps und ein hilfreiches Stichwortverzeichnis.

  • Die einzelnen Kapitel sind didaktisch angelegt. Die Autorin nennt ihre großen Teile
    1. Sehen lernen – Besonderheiten des Wahrnehmens als Gestalter,
    2. Begreifen, anwenden, kombinieren,
    3. Bewusstes Gestalten mit Methode. Hier finden sich die Gestaltungstheorien als auch die Farblehre wieder. Angetan ist man von den jeweils jedem Teilkapitel zugeordneten Praxisauf- gaben, die das theoretisch aufbereitete in die Praxis münden lassen. Man muss sich als Leser und Lernender durch das Buch arbeiten und beeindrucken lassen. Ich kann nur sagen, das Buch in die Hand neh- men und sich durch Theorie und Praxis und Tipps führen lassen durch Gestaltung und Kreativität. Ein sehr lohnenswerter Akt, der zudem mit zahlreichen Abbildungen in schwarz/ weiß und Farbe begleitet wird. Es ist ein sich fundiertes und gestalterisch positiv auffallendes Printobjekt.

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  • Berner, Nicole; Rieder, Christine (Hrsg.): Fachdidaktik Kunst und Design – Lehren und Lernen mit Portfolios.
    2017. 39,00 €.
    288 Seiten/ 130 Illustrationen.
    ISBN 978-3-258-60181-6
    Haupt: Bern.

    ... unter Mitarbeit von Wida Rogh und Julia Weber mit Beiträgen von Silvia Arbogast, Annalies Baier, Stephan Brülhart, Sara Burkhardt, Nicole Berner, Edith Glaser-Henzer, Ernest Hägni, Judith Hess, Stefanie Hess, Christina Inthoff, Susanne Junger, Julia Kittelmann, Florian Olloz, Maria Peters, Christine Rieder, Andrea Sabisch, Falk Scheidig, Markus Schwander, Peter Truniger und Julia Weber.

  • Dieser sehr sorgfältig aufbereitete Herausgeberband enthält fachtheo- retische und fachpraktische Beiträge zur Portfolio- arbeit im Unterricht der Sekundarstufe I und II. Neben kunst- und design-didaktischen Ansätzen und Modellen zur Portfolioarbeit werden fachdidaktische Hinweise und Methoden vorgestellt, um mit Portfolios Prozesse im Kontext von Kunst und Design zu initiieren, zu begleiten und auszu- werten. Das Buch ist ausgerichtet an den Kompetenzen und Bildungsinhalten des Schweizer Lehrplans 21 für die Fächer Bildnerisches Gestalten sowie Textiles und Technisches Gestalten. Es richtet sich gleichermaßen an Fachlehrpersonen, Studierende und Dozierende der Pädagogischen Hoch- schulen, Universitäten und Kunsthoch- schulen in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung der Fachrichtungen Kunst, Textil, Technik und Design.

    Die Beiträge zeigen auf, dass Design bewusst oder unbewusst im Leben von Schülerinnen, Schülern und Lehr- personen sowie im Umgang miteinander eine große Rolle spielt. Dennoch wird das Thema Design bisher weder im Kunstunterricht noch fachübergreifend umfassend reflektiert und in Zusam- menhang mit der Portfolioarbeit gebracht.
    Das Buch schließt auch an dieser Stelle eine Lücke: Die didaktischen und diagnostischen Potenziale des Portfolios werden aufgezeigt, um die Portfolio- arbeit in den Kunst- und Design- unterricht der Sekundarstufe zu implementieren. Eingangs wird die Entstehung des Portfolios aus der Kunst heraus hervorgehoben, welches es als eine zielgerichtete Sammlung von Arbeiten ermöglicht, individuelle Bemühungen und Fortschritte sowie Leistungen in einem Gebiet dazulegen. Die Funktionen von Portfolios in künstlerischen und gestalterischen Unterrichtsfächern werden daran an- schließend theoretisch fundiert vermittelt und an Beispielen veran- schaulicht sowie methodische Möglich- keiten zum Strukturieren und Bewerten eines Designprozesses vorgestellt und diskutiert.
    Unter Bezugnahme auf den Schweizer Lehrplan 21 wird detailliert und umfassend in das Lehren und Lernen mit Portfolios eingeführt. Alle Beiträge sind durch eine sehr sorgfältige Illustrierung anschaulich gestaltet und wecken Interesse an der Portfolio-Methode. Anhand theoretischer Beiträge und praxisorientierter Aufgabenstellungen wird deutlich, wie Portfolios in den Kunstunterricht und designbezogenen Fachunterricht implementiert werden können und welche Anforderungen im Sinne von Aufgabenkulturen an ein Portfolio gestellt werden können, um kompetenzorientiert zu unterrichten. Dafür benötigt die Portfolioarbeit einen klar definierten Rahmen für die Prozesse und die erwartete Qualität der Produkte, um auch als Instrument zur Leistungsbewertung in den einzelnen ästhetischen Fachdisziplinen, fachüber- greifend und interdisziplinär herange- zogen werden zu können.

  • Die Arbeit mit Portfolios ist wesentlich, da sie die Förderung von Kreativität und Problemlösungskompetenz prozessorien- tiert unterstützt, welche als zwei der wichtigsten Fähigkeiten angesehen werden, um im beginnenden 21.  Jahr- hundert die Herausforderungen der globalisierten Welt meistern zu können. Blickwinkel und Expertisen von inter- disziplinär zusammengesetzten Teams, die Fähigkeit zum vernetzten Denken sowie das Arbeiten an gemeinsamen Lösungen sind hierfür erforderlich. Angelehnt an die Vorgehensweise von Designerinnen und Designern während des Entwurfsprozesses, welche auch aus Design Thinking bezeichnet wird, kann es diese Arbeitsweise ermöglichen. Jugendliche dazu anzuleiten, sich in Designprozessen mit Ideen, Planung und Umsetzung von Produkten auseinander- zusetzen. Sie lernen dabei, in multidisziplinären Teams zu arbeiten, iterative Prozesse anzugehen mit konvergenten und divergenten Arbeits- phasen sowie mit Begleitportfolios Phasen des Lernprozesses sichtbar zu machen. Diese Vorgehensweise bedeu- tet, von einem erweiterten Designver- ständnis auszugehen und den künstler- ischen oder gestalterischen Prozess als eine Problemlösungsmethode zu verstehen, welche potenziell übertrag- bar und anwendbar ist.
    Das Buch wendet sich somit auch gegen das sukzessive Verschwinden von Kreativitätsförderung im Unterricht, indem es eine Basis für eine neue Aufgabenkultur in der ästhetisch-kulturellen Bildung und Forschung legt. Die Kenntnis über den Designprozess kann erweiterte Möglichkeiten für Lehr- personen bei ihrer Konzeption und Durchführung von Unterrichtssituationen bieten. Wie im Kontext der Portfolio-Methode eine substanziell notwendige „Bildung in der digitalen Welt“ unterstützt werden kann, wird durch Beispiele für die Portfolioarbeit mit digitalen Medien bis zum ePortfolio dargelegt. Ein Glossar mit ausführlichen Definitionen und Erklärungen von Fachbegriffen rundet die Beiträge ab.

    Die Herausgeberinnen sind Dr. phil. Nicole Berner, Professorin für Kunst- pädagogik und Kunstdidaktik, und Christine Rieder, Professorin für Didaktik in Design und Technik. Beide sind an der Pädagogischen Hochschule der Fachhoch- schule Nordwestschweiz am Institut für die Sekundarstufe I und II tätig. Zu ihren gemeinsamen Schwerpunkten in For- schung und Lehre zählen die Qualität von Lehr-Lernprozessen, Aufgabenstellungen sowie Lernergebnissen.


    Anne-Marie Grundmeier

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  • Luiza Frei/ Antoinette Buergi: textilart, Textiles Gestalten in der Oberstufe. Lehrmittelverlag St. Gallen: St. Gallen 2013:
    ISBN 978-3-906784-84-7.
    ca. 95,- Euro

    Details und Online-Blättern: 
    Opens external link in new window...mehr erfahren beim Verlag

  • Wie immer ist die Schweiz uns viele Schritte voraus, denn ein vergleichbares Lehrerhandbuch für den Textil- unterricht in der Sekundarstufe gibt es aus deutschen Verlagshäusern nicht.

    Das Buch aus dem Lehrmittelverlag St. Gallen versteht sich als die Fortsetzung des Lehrmittels „Verflixt und zuge- näht“, das für die Klassen 1 bis 6 konzipiert ist (Erstausgabe 2000, Neubearbeitung 2013).
    „Textilart“ ist mit seinen 240 Seiten, einem roten Kapitalband, einem stoffbezogenen Hardcover eine wahre Premiumedition. Schon das Buchcover, ein fotografiertes Frauenportrait, die statt mit Pigmenten schrill mit Garnen und Knöpfen dekoriert ist. Stimmt emotional und inhaltlich optimal auf die Materie ein. „Textilart“ thematisiert wirklich jeden Aspekt, der in dem modernen Fachunterricht Berück- sichtigung finden muss. Natürlich stellt dieses Fachbuch wie auch die 30 Jahre alten Vorgänger alle textilen Verfahren ausführlich dar. Aber alles ist so herrlich frisch, modern recherchiert und toll designt aufgemacht. Die Bereiche Häkeln, Stricken, Filzen, Weben, Sticken, Drucken/Färben und Nähen werden in den immer wiederkehrenden Kategorien „Rund ums Thema“, „Typisches Material“, „Unkonven- tionelle Materialien“, “Verfahren“, „Methodisch-didaktische Hinweise“ und „Inspiration Kunst und Design“ eingehend beleuchtet. Unter der Überschrift „Rund ums Thema“ werden die Fachbegriffe geklärt; es wird ein geschichtlicher Abriss gegeben sowie die Tradition in der Schweiz und anderswo erläutert; es werden histo- rische sowie schulrelevante Geräte beschrieben.
    Während die Basistechniken in Form von Schwarz-Weiß-Illustrationen und knap- pen Texten vermittelt werden, geben die Fotos von zeitgemäßen Gebrauchs- textilien und geschickt präsentierter Textilkunst unserer Tage einen leben- digen Eindruck der kunterbunten Textil- welt von heute wieder.

    Von verstaubtem Image kann keine Rede sein, wenn Urban-Knitting-Groß- projekte, ausgefallenes Textil- design, Makroaufnahmen von Flächen aus unorthodoxen Garnen in Knallefarben gezeigt werden. Mit einem geschulten Blick auf die Arbeit ausgewählter Textilkünstler(vorzugsweise im deutsch- sprachigem Raum), die sich einem speziellen textiltechnischen Fertigungs- verfahren verschrieben ha- ben, wird jede Technik noch einmal aus einem anderen Blickwinkel wahrge- nommen.  Für den eigenen Design- prozess und den des Lernenden sind die Litera- turangaben und die Verweise auf die Websites der Künstler eine optimale Inspirationsquelle
    Neben den Exkursen auf die feine Welt der Kunst und die entfernte Welt anderer Kulturen  beweisen die Autor- innen stets ihren engen Bezug zum Schulalltag,  indem sie auf die schul- üblichen Werkzeuge und Hilfsmittel eingehen, deren Einsatz begründen und typischen Fehlerquellen auf den Grund gehen. Besondere Beachtung verdient die Rubrik „Methodisch-didaktische Hinweise“, weil sie den Bezug zur Realisation eines kompetenzorientier- ten Unterrichts herstellt.

  • Luzia Frei und Antoinette Buergi setzen auf das Projektlernen als zentrale Methode. Im Textilunterricht der Sekundarstufe steht nicht alleine das Vermitteln von textilen Techniken im Zentrum, sondern deren Vermittlung ist Mittel zum Zweck, im engen Bezug zu anderen Fächern praktische Kenntnisse und theoretische Aspekte zu verzahnen,  um nach einer Phase der Inspiration, der Reflexion, der gestalterischen Planung, dem probeweisen Realisieren zu einem individuell kreiertem Produkt in anspre- chender Präsentationsform zu gelangen. Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, stellen die Autorinnen auf knapp 50 Seiten in zwei vorausgehenden Kapiteln alle derzeit relevanten Ver- fahren dar, die das handlungsorien- tierte, kooperative, prozessorientierte Lernen und die differenzierte (Selbst-) Beurteilung fördern. Um den besonderen Anforderungen des Textilunterrichts zu entsprechen, finden die didak- tischen Schritte eines kreativitätsgelenkten Fachunterrichts besondere Erwähnung.  Das Kapitel „Entwerfen, Gestalten und Planen“ setzt sich mit der Farbtheorie, Übungen zu Formen und Mustern sowie den Entwurfstechniken auseinander. Und damit nicht genug!

    Das Lehrwerk findet seine Ergänzung im Internet, was vermutlich auch den hohen Preis begründet. Auf der Verlagsseite stehen den Nutzern Downloads zur Verfügung.

    Der Download Basic beinhaltet Infor- mationen, Anleitungen und Arbeits- blätter zu diversen Fertigungsverfahren. Aus dem Download Plus sind konkrete Projektanregungen herunterzuladen (die- ser Teil wird ständig erweitert). Zu konkreten Themen wie z.B. Taschen- herstellung, Textiler Schmuck, Textiles Licht, Umfilztes, Flip-Flop-Design gibt es eine hervorragend ausgearbeitete Samm- lung  von Inspirationen, Arbeitsanlei- tungen, Informationen, Entwurfshil- fen, Literaturhinweisen, Materialbeschrei- bungen und Fotos.
    Während der Download für die Lernenden Platz für Be- merkungen, eigene Ideen, Gedanken und Entwürfe bietet, werden im Dossier für die Lehrerhand neben den Anreg- ungen zur Initiierung gestalterischer Prozesse Hinweise zu  bevorzugten Lehrmethoden sowie Details zu angestrebten Lernzielen und Kompeten- zen formuliert.

    Ein wirkliches Basiswerk für jeden ambitionierten Pädagogen der gestalter- ischen Fächer, der fächerverbindendes Projektlernen mit dem Schwerpunkt auf die Herstellung ästhetischer Produkte anstrebt und ein absolutes Muss für jeden Textillehrer. Die Rettung für Fachkonferenzen, die ihrem schul- eigenen Arbeitsplan und ihrer inhalt- lichen Arbeit einen roten Faden geben wollen!

    Die Bibel der Studenten, Referendare und Junglehrer in dem Fach Design/ Textiles Gestalten oder unter welcher Fachbezeichnung auch immer dieses Fach in Ihrer Region überlebt hat. Einziger Wermutstropfen sind der Preis und der kostenintensive Bezug über die Schweiz….

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Letzte Änderung: Di, 07.08.2018